YouTube Shorts – Lohnen sich die Kurzclips fürs Video-Marketing?  

YouTube Shorts – die Antwort der Videoplattform auf TikTok, Instagram und Co. Anfang des Jahres wurden die vertikalen Short Clips knapp über 6 Milliarden Mal am Tag aufgerufen. Mit inzwischen über 30 Milliarden täglichen Aufrufen werden die YouTube Shorts für Brands und Marketer:innen zunehmend interessant.   

YouTube Shorts: Neues Format verknüpft bereits bestehende Inhalte 

“YouTube. In kurz.” So beschreibt YouTube selbst die vertikalen, maximal 60 Sekunden langen Clips, welche das Videoportal seit Juli 2021 weltweit integriert hat. Aufgrund der wachsenden mobilen Nutzung und im Wettbewerb mit TikTok von ByteDance oder Instagram Reels von Meta Platforms Inc. zieht Google mit YouTube Shorts nach.  

Da YouTube schon lange eine der wichtigsten Plattformen für Bewegtbild ist, sind vertikale und auch kurze Videos zwar keine wirkliche Neuigkeit. Neu sind allerdings das offizielle Format der Short Clips und vor allem die Integration der YouTube Shorts in die bereits bestehende Videoplattform. Damit ist es Creator:innen möglich, nochmal mehr Reichweite und neue Zuschauer:innen zu gewinnen. Die Shorts werden auf der Startseite angezeigt und beim Öffnen in einem vertikalen Video-Feed abgespielt. Die kurzen Videos sind zudem mit anderen passenden und bereits bestehenden Inhalten verknüpft. Heißt, die kurzen Clips können beispielsweise auf lange Videos verweisen, wenn sie thematisch zueinander passen oder der hinterlegte Sound bei einem YouTube Short ist mit dem dazugehörigen Musikvideo verbunden.  

Vorteile, die Vermarkter:innen nutzen können 

Ob YouTube Shorts, TikToks oder Reels – Short Clips sind nicht mehr wegzudenken und haben durch ihre Beliebtheit inzwischen auch höchste Priorität für das Video-Marketing. Wie eine Umfrage von HubSpot zur Marketingbranche 2022 ergab, haben Kurzvideos zudem den höchsten ROI aller Social-Media-Marketingstrategien. Weiter wird berichtet, dass 30 Prozent der befragten Marketer:innen im Jahr 2022 mehr in dieses Format investieren wollen als in jeden anderen Trend.   
Der Vorteil, wenn du YouTube Shorts für dein Video-Marketing nutzt: die große Nutzerbasis sowie die Engagement-Performance der Videoplattform. 30 Milliarden tägliche Abrufe von YouTube Shorts und 1,5 Milliarden aktive User:innen im Monat sprechen natürlich für sich.  

Außerdem stellt YouTube einige hilfreiche Bearbeitungsfunktionen beim Erstellen der Kurzclips bereit. Filter und Effekte helfen dir beispielsweise, die Lichtverhältnisse zu verbessern oder den Hintergrund ganz einfach auszutauschen. Es lassen sich Musik und Sounds sowie Texteinblendungen hinzufügen, die wiederum mit einem Zeitleisten-Tool bearbeitet werden können. Hinsichtlich der Musik gibt es bei YouTube den Vorteil, dass die Plattform mit verschiedenen Musikanbieter:innen zusammenarbeitet und somit eine große Vielfalt bereithält. Einzelne Clips kannst du mit dem Editor schneiden und zusammenfügen. YouTube Shorts lassen sich also bequem mit dem Smartphone aufnehmen und das Ergebnis kann mittels Geschwindigkeitsregler und dank verschiedener Schnittfunktionen am Ende sehr hochwertig aussehen.  

Neben dem Aufbau einer starken Community bieten sich zudem weitere Vorteile. Seit diesem Jahr sind Werbeanzeigen auch bei den YouTube Shorts möglich. Darüber hinaus gibt es mittlerweile eine Kooperation zwischen YouTube und Shopify. Dadurch können Produkte direkt über die Videoplattform zum Verkauf angeboten werden. 

Was du für eine erfolgreiche Umsetzung beachten musst 

Um mit YouTube Shorts erfolgreich zu sein, muss der entsprechende Produktionsaufwand betrieben werden. Damit deine Clips von User:innen und vom Algorithmus der Plattform als relevant eingestuft werden, empfiehlt sich regelmäßiges Hochladen von neuem Content. Nutze dafür am besten den integrierten Terminplaner, mit dem du deine YouTube Shorts zu einer bestimmten Zeit online stellen kannst. Mit einer Veröffentlichungsstrategie, die du an deine Audience anpasst, können die Videoviews maximiert werden.  

Natürlich sollten ganz allgemein auch die Guidelines der Plattform beachtet werden, so etwa die Community-Richtlinien. Bei Verstoß können deine Clips andernfalls wertvolle Sichtbarkeit verlieren, schlimmstenfalls droht die Kontokündigung.  

Da natürlich auch User:innen über Suchmaschinen auf YouTube-Videos landen, ist es wichtig, deine Clips mit Hashtags zu versehen und diese richtig einzusetzen. Benutze hierfür Suchbegriffe oder Themen, die möglichst gut zu deinen Inhalten passen. Verwende dabei nicht zu viele Tags. Je mehr Schlagworte du zu einem einzelnen Clip hinzufügst, desto weniger relevant werden diese. Clips, die bis zum Ende angeschaut werden, haben die größten Chancen, besser zu ranken. Baue daher deine Videos mit einem Spannungsbogen auf. Verzichte auf lange Intros und steige direkt mit einer starken Videosequenz, einer spannenden Frage o.ä. ein, damit deine User:innen dran bleiben. Inmitten des großen Angebots bleiben oft nur kurze Momente, um auf deine Inhalte neugierig zu machen. Hier ist Kreativität gefragt.  

Fazit zu YouTube Shorts 

Möchtest du YouTube Shorts als Marketing-Instrument nutzen, beachte folgende Dinge: 

  • Lade konstant YouTube Shorts hoch. 
  • Beachte den Spannungsbogen in deinen Videos und sorge für einen starken Einstieg. 
  • Benutze die bereitgestellten Bearbeitungsfunktionen sowie Timer, Musikangebote etc. 
  • Verknüpfe deine YouTube Shorts mit möglichst passenden Hashtags. 

Auch wenn Instagram Reels und das Storytelling auf TikTok gerade tendenziell länger werden (bis zu 10 Minuten), funktionieren im Moment die YouTube Shorts mit höchstens 60 Sekunden sehr gut – was sie für Marketer:innen wiederum äußerst attraktiv macht. Die Erstellung geht dank der Bearbeitungsfunktionen in der bereitgestellten App einsteigerfreundlich und sehr schnell. Geeignet ist das Format von YouTube Shorts aber auch für Brands, die bereits auf der Videoplattform mit längeren Clips auf ihrem Kanal erfolgreich sind.  

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