Warum Pinterest Marketing? Neue Features, Tools und Zielgruppen-Insights 

Pinterest dient Nutzer:innen nicht nur als soziales Netzwerk, sondern vor allem, um Ideen und Inspirationen über einen Suchbegriff zu finden. Neue Features machen auf der Bilder- und Video-Plattform jetzt auch das persönliche Shopping-Erlebnis interessanter und einfacher. Mit dieser Kombination reizt die visuelle Suchmaschine Marketing-Expert:innen als Kanal für nachhaltiges und langlebiges Marketing. Was bei Pinterest gerade neu ist, welche Zielgruppen erreicht werden können und wer Werbung auf Pinterest profitieren kann, liest du hier. 

Pinterest Marketing: Was macht die Plattform aus? 

Im Jahr 2010 gestartet, hat Pinterest mittlerweile weltweit rund 430 Mio. aktive Nutzer:innen. Die Zielgruppe sind mit 60 Prozent überwiegend Frauen. Doch auch wenn weibliche Pinnerinnen den Löwenanteil der Pinterest-Community ausmachen, ist die Zahl der männlichen Nutzer im Jahresvergleich um 40 Prozent gestiegen, was neues Potenzial für Marken mit sich bringt. Die Plattform wird oft mit sozialen Netzwerken wie Instagram und Facebook verglichen. Allerdings steht bei Pinterest nicht die soziale Interaktion im Vordergrund, sondern die Suche nach Ideen und Produkten. Gefällt ein Inhalt oder Pin, wird er im persönlichen digitalen Sammelalbum gespeichert, ist jederzeit wieder auffindbar und daher langlebiger. Ein wichtiges Detail für alle Markter:innen, die an Branding-Aufbau oder Gewinnung von Online-Neukunden arbeiten, welches so auf keiner anderen sozialen Plattform bedient wird.  

Pinterest gehörte außerdem zu den klaren Gewinnern der Corona-Krise. In der ersten Lockdownphase 2020 (auf der Suche nach neuen Ideen und Ablenkungen im “New Normal”) nahm die Anzahl der Nutzer:innen deutlich zu. Im ersten Quartal 2021 stieg die Anzahl der monatlichen aktiven User:innen global sogar nochmal von 459 Millionen auf 478 Millionen. Allerdings konnte Pinterest in den weiteren Monaten die neu gewonnenen Nutzer:innen nicht halten. Dennoch ist die Anzahl der aktiven User:innen bemerkenswert und daher weiterhin attraktiv für Werbetreibende. Pinterest Business verspricht Awareness für Brands, Markenpräsenz, Conversions und Verkäufe. Mit der richtigen Pinterest Marketing-Strategie kannst du die Reichweite deiner Marke steigern, den Traffic deiner Business-Inhalte innerhalb und außerhalb von Pinterest erhöhen. Steigerung von Online- und Offline-Verkäufen, Registrierungen und Anmeldungen sind ebenso möglich. Zudem haben laut Pinterest Business, die Pinterest-Ads zwei- bis dreimal effizientere Kosten pro Conversion als Anzeigen auf anderen Social-Media-Plattformen. Auch der Return on Advertising Spend für Marken aus dem Einzelhandel sei zweimal höher.  

97 Prozent der Top-Pinterest-Suchanfragen enthalten keine Markennamen. Die Nutzer:innen gehen in der Bilder-Suchmaschine hauptsächlich auf Content- und Produktreise. Mit gezielten Pinterest-Ads können Marketer:innen ihre Produkte und Dienstleistungen an die gewünschte Zielgruppe ausspielen, bevor diese eventuell mit ihrer Suchanfrage bei Branchenriesen landen. Denn knapp 60 Prozent der befragten Nutzer:innen in Deutschland haben neue Marken oder Produkte auf Pinterest entdeckt. Die richtigen Keywords und eine ansprechende Optik der Bilder und Videos spielen bei der Pinterest Marketing-Strategie eine wichtige Rolle.  

Social Commerce: Tools & neue Features im Pinterest Marketing 

Für das Pinterest Marketing bietet die Plattform verschiedene Kampagnen-Typen und Ad-Formate mit individuell bestimmbaren Laufzeiten und Kosten an. Mithilfe von Targeting Tools können Werbeinhalte an die relevante Zielgruppe ausgespielt werden. Um die Anzeigen zu optimieren, bietet Pinterest die Möglichkeit, die Ad-Performance live zu verfolgen. Nach Abschluss einer Kampagne folgen detaillierte Einblicke inklusive Measurement-Berichten.  

Die 2021 eingeführten Händlerdetails ermöglichen es zudem, auf dem Händlerprofil die Werte der eigenen Marke hervorzuheben. Damit kann man potenzielle Kund:innen ansprechen, die sich aufgrund der Werte mit einer Brand identifizieren können. Und das zahlt sich aus: Marken mit Händlerdetails im Profil erzielen laut Pinterest Business mit einer 16 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit einen Kaufabschluss.  

Im Rahmen des “Pinterest Presents Advertiser Summit” im März 2022 hat die Plattform noch weitere Tools angekündigt und legt hier vor allem im Bereich des personalisierten Shoppings mit neuen Funktionen nach.  

Der Kaufabschluss soll mit dem neuen Pinterest Feature “Checkout” jetzt noch einfacher werden. Mit dem nativen Tool können Einkäufe vollständig auf Pinterest abgeschlossen werden, ohne dass man die App verlassen muss. Das macht die Customer Journey mit Ziel Kaufabschluss sowohl für User:innen als auch für Werbetreibende auf der Plattform sehr attraktiv – jedoch ist “Checkout” bisher in der Beta-Phase nur für ausgewählte Shopify-Händler in den USA verfügbar. 

Mit dem Shopping-Feature “Dein Shop” bekommen Pinterest-Nutzer:innen eine individuelle, auf ihren Geschmack zugeschnittene Shopping-Seite zu sehen. Die dabei aufgeführten Produkte und Marken basieren auf den jeweiligen Aktivitäten und Vorlieben. Auch hier läuft die Beta-Phase aktuell nur auf dem US-Markt.  

Als Gamechanger kündigt Pinterest außerdem die Integration des E-Commerce WordPress Plug-ins “WooCommerce” an. Dank einer neuen Erweiterung lässt sich das kostenlose Open-Source-Shopsystem bei Pinterest verwenden. Unternehmen, die bereits WooCommerce nutzen, können damit auf einfachem Weg ihren gesamten digitalen Produktkatalog hochladen und direkt in kaufbare Pins (Shoppable Pins) umwandeln. Diese beinhalten automatisierte Informationen zu Preisen und Produktverfügbarkeiten. Die Erweiterung ist bereits in der gesamten DACH-Region verfügbar. Für Pinterest ein wichtiger Schritt, um Werbetreibende dabei zu unterstützen, ihre Zielgruppen in der personalisierte Shopping-Journey noch effektiver anzusprechen. 

Zudem soll das Pinterest-Trends-Tool ab Sommer 2022 neue Updates und Funktionen wie Echtzeit-Suchdaten, zusätzliche Trendtypen, detaillierte Audience-Tools und personalisierte Trend-Empfehlungen bekommen. Bisher gilt dies nur für die USA, Kanada und Großbritannien. Im Laufe des Jahres soll das Trend-Tool aber auch in weiteren Ländern eingeführt werden.  

Fazit: Für wen ist Pinterest Marketing sinnvoll? 

Pinterest sticht für Advertiser:innen durch die Kombination von sozialen Interaktionen, Inspiration und Shopping heraus. Eine Spielwiese für neue Marken, aber auch KMUs mit geringem Budget, welche oft als Geheimtipp im Marketing-Mix gehandelt wird. Die Zielgruppe auf der visuellen Suchmaschine ist jung. 70 Prozent aller Nutzer:innen sind zwischen 18 und 34 Jahre alt. Sie schließt somit die Lücke zu Facebook, wo die junge Nutzerschaft seit Jahren rückläufig ist. Laut den Pinterest Audience Insights performen Pins in den Kategorien Kunst, Entertainment, Einrichtungsideen, Handwerk und Basteln, Mode für Frauen, Bildung und Design global am besten. Diese Daten sind mit einem Businesskonto bei Pinterest für jeden einsehbar. Die Kategorien lassen sich zudem in weitere Interessensgebiete filtern. 

Pinterest Marketing Statistik
Quelle: Pinterest Analytics über Businesskonto erreichbar. Stand April 2022 
Pinterest Marketing Statistik
Quelle: Pinterest Analytics über Businesskonto erreichbar. Stand April 2022 

Der US-Markt dominiert mit dem größten Traffic-Anteil. Die deutschen Nutzer:innen sind derzeit nicht in den Top 5 Ländern nach Desktop-Traffic zu finden. 

Statistik: Anteil des Desktop-Traffics auf Pinterest.com nach Herkunftsland im März 2022 | Statista
Quelle: Statista

Dennoch gibt Pinterest Audience an, dass 38 Prozent der deutschen Millennials mit einem Haushaltseinkommen von mehr als 100 000 Euro derzeit auf der visuellen Suchmaschine unterwegs sind. Die User:innen sind offen und gehen nicht mit einer festen Kaufabsicht auf die Plattform, können aber bei der Suche nach Inspiration und kreativen Ideen durch gezielte Pinterest-Ads auf die eigene Website oder den eigenen Shop aufmerksam gemacht werden. Und in Folge durchaus Sichtbarkeit, neue Reichweiten und Leads generieren. Mit den angekündigten Shopping-Features wie z.B. dem “Checkout” könnte Pinterest die Kaufintention der Nutzer:innen bald deutlich nach vorne rücken und die Verbraucher:innen effektiv von Inspiration zu Umsatz bringen.  

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