Drei Beispiele für großartiges Co-Branding

Gemeinsam sind wir stark – das trifft auch auf die Welt des Brand Marketings zu. Wir werfen einen Blick auf drei erfolgreiche Beispiele für Marken, die eine Partnerschaft eingegangen sind, um neue Produkte zu kreieren und auf den Markt zu bringen – bekannt als „Co-Branding“. Welchen Mehrwert hat diese Strategie sowohl für das Unternehmen als auch für den Konsumenten?

Co-Branding löst Probleme 

Drei Beispiele für großartiges Co-Branding
Quelle: The Drum

Lego-Produkte sind sehr beliebt, aber sie sorgen auch für Unordnung. Die kleinen Bausteine landen nach dem Spielen überall auf dem Boden, man stolpert darüber oder sie blockieren den Staubsauger. Lego hat dieses Problem erkannt und hat mit Ikea eine gemeinsame Lösung gefunden, das Chaos zu reduzieren. Während des Testprozesses wurde den Designern dabei klar, dass es neben der Aufbewahrung wichtig ist, den Spielfaktor beizubehalten. Heraus kam das Bygglek – eine mit Lego-Steinen verzierte Reihe von Aufbewahrungsboxen, die sowohl das Aufräumen als auch das Spielen erleichtern. Der Name Bygglek bedeutet auf Schwedisch „bauen, spielen“ und passt sich geschickt in das Namenskonzept von Ikea ein. 
Lego wusste, dass seine Kunden eine Lösung für das Chaos wollten. Ikea konnte mit einem stylishen Produkt das Dilemma lösen – und gleichzeitig viele Ikea-Kunden ansprechen, deren Kinder ebenfalls mit Lego spielen. Ein Match “made in heaven”, das beide Markenstärken miteinander vereint. Das Bygglek kommt im Oktober 2020 auf den Markt.‍

Co-Branding mischt den Wettbewerb auf

Niemand würde normalerweise Schokolade und Frischkäse zusammen essen. Und doch ist das Marketingteam des US-Giganten Mondelez International Group genau auf diese Idee gekommen – im Rahmen einer innovativen neuen Marketingstrategie für ihre zwei Marken Milka-Schokolade und Philadelphia-Frischkäse. Der Gedanke dahinter: In der Kategorie Schokoladenaufstrich sah Mondelez, dass es neben Nutella kein ernstzunehmendes Konkurrenzprodukt gab. Also beschlossen sie, die Produkte von Milka und Philadelphia zu kombinieren, um einen neuen Schokoladenaufstrich unter einer Co-Branding-Marke zu kreieren, die direkt mit Nutella konkurrieren konnte. Durch die Partnerschaft zweier ihrer stärksten Marken gelang es ihnen darüber hinaus, eine neue Kategorie von Frischkäse mit Schokoladengeschmack zu schaffen. 

Co-Branding schafft Mehrwert für den Kunden

Drei Beispiele für großartiges Co-Branding
Quelle: Apple

Die besten Partnerschaften vereinen zwei oder mehr Marken, deren Zielgruppen und Werbeaktivitäten perfekt zusammenpassen. Dies trifft nirgendwo mehr zu als bei der Zusammenarbeit zwischen Nike und Apple. Diese Partnerschaft macht einfach nur Sinn: Wenn Menschen trainieren, hören sie gerne Musik – und Apple macht dies möglich. Ursprünglich hat Nike+iPod – ein Label, das das innovative Produkte entwickelt – Fitnesstracker und Turnschuhe sowie Kleidung kreiert, die die Aktivitäten verfolgen und gleichzeitig Musik abspielen können. Aus der Partnerschaft ist nun Nike+ geworden: Eine in Sportkleidung eingebaute Technologie zur Aktivitätsverfolgung, die mit Apple-iPhone-Apps synchronisiert wird, um Trainingsdaten zu verfolgen und aufzuzeichnen. Die geniale Partnerschaft ist eine Win-Win-Situation für beide Unternehmen und führt zu einem besseren Erlebnis und einem echten Mehrwert für die Kunden.

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