It’s a match! Wie du den richtigen Co-Founder für dein Start-up findest

Start-ups in Deutschland gründen sich häufig im Team. Laut dem Deutschen Startup Monitor 2021 sind im Durchschnitt 2,5 Personen beteiligt. Die Zusammenarbeit von Gründer:innen entscheidet oft über den Erfolg des Start-ups. Mit einem Co-Founder teilst du eine gemeinsame Vision und die Leidenschaft für euer neues Business. Doch passende Mitgründer:innen zu finden, kann durchaus eine echte Herausforderung darstellen.

Was macht einen guten Co-Founder aus?

Im besten Fall arbeitest du mit deinem Co-Founder über Jahre zusammen, daher sollte die Chemie zwischen euch stimmen. Euer gemeinsames Wertesystem ist das Fundament der Gründung. Bevor du mit einem Co-Founder ein Business startest, kläre unbedingt die folgenden Fragen:

  • Was ist eure Vision und euer Ziel für das Business? Teilt ihr eine gemeinsame Leidenschaft für das Start-up?
  • “All in” oder nur ein Side-Projekt? Besprecht, was euch das Start-up bedeutet. Investiert einer der Gründer deutlich mehr Zeit in das Business, kann es zu Konflikten innerhalb des Teams kommen
  • Wie stellt ihr euch die Teamstruktur im Unternehmen vor? Wie soll das Start-up geführt werden? Hier spielt nicht nur die Führungs-Kultur, sondern auch die Führungs-Struktur eine Rolle. Als Co-Founder ist es möglich, gleichzeitig CEO zu sein. Allerdings kann auch eine andere Person als Geschäftsführer:in ernannt werden.

Im Gegensatz zum Wertesystem müssen die Geschäftspartner:innen nicht die gleichen Persönlichkeiten haben. Im Gegenteil: Menschen mit unterschiedlichen Eigenschaften und Talenten können sich gewinnbringend ergänzen. Ein guter Co-Founder ist aber bereit, sich für das Business und die gemeinsame Vision die nötigen Skills anzueignen, in verschiedene Bereiche einzuarbeiten und selbst weiterzuentwickeln.

Du musst dich in jeder Situation auf deinen Co-Founder verlassen können. Hol dir jemanden mit ins Boot, der oder die dich gut ergänzt und dir auch eine andere Sicht auf Dinge aufzeigen kann. So könnt ihr als Team gut funktionieren.

Wo finde ich Mitgründer:innen für mein Business?

Wie der Deutsche Startup Monitor 2021 berichtet, lernten 36,4 Prozent der befragten Gründer:innen ihre Co-Founder bereits an der Hochschule bzw. Universität kennen. Über 34 Prozent gründeten mit Freunden ein Start-up. Auch mit ehemaligen Arbeitskolleg:innen (28,2 Prozent) kann es klappen.

Es ist durchaus sinnvoll, mit jemandem ein Business zu gründen, mit dem man bereits an einem Projekt gearbeitet hat. Hier kann man bereits vorfühlen, ob auch eine langfristige Zusammenarbeit möglich ist und ob die Dynamik untereinander stimmt.

Natürlich finden sich auch passende Co-Founder außerhalb des eigenen Freundes- oder Kolleg:innenkreises. Auf Events und Meet-ups der entsprechenden Branche kannst du dir ein Netzwerk aufbauen und Leute kennenlernen, die in der Gründer:innen-Szene aktiv sind. Du kannst zudem über Portale wie Founderio oder Startup sucht nach einem möglichen Co-Founder für dein Business suchen.

Herausforderungen mit klarer Kommunikation meistern – und vertraglich festhalten

Bei jeder gemeinsamen Gründung stehen dem Gründerteam einige Herausforderungen und Konflikte bevor. Um diese gemeinsam zu überwinden und Lösungen zu finden, muss vor allem die Kommunikation zwischen dir und deinen Mitgründer:innen stimmen.

Definiert eure Verantwortungsbereiche und sorgt für eine klare Aufgabenverteilung – das verhindert Missverständnisse und ermöglicht effizientes Arbeiten. Klärt beim Aufbau eines Teams, wer welche Entscheidungsbefugnisse hat und inwieweit es von Vorteil ist, externe oder interne Mitarbeiter mit ins Boot zu holen.

Tauscht euch über Gewinnaufteilung und Rücklagen aus. Was passiert, wenn ein Gründungsmitglied aussteigen möchte? Auch solche Szenarien sollten vor der gemeinsamen Gründung geklärt werden. Dabei sollte es nicht nur bei einer mündlichen Absprache bleiben. Haltet die Punkte in einer Gründungsvereinbarung bzw. in einem schriftlichen Vertrag fest. Im Falle eines Gründer:innen-Exits oder Uneinigkeiten kann auf die Vereinbarung zurückgegriffen werden.

Fazit: Kein Co-Founder ohne gemeinsame Vision

Eine gemeinsame Gründung mit einem Co-Founder bringt auf jeden Fall einige Vorteile mit sich. Mit einer erfolgreichen Teamarbeit schafft man einen enormen Zuwachs an Produktivität. Zudem lassen sich gemeinsam Entscheidungen aus verschiedenen Blickwinkeln treffen. Im besten Fall ergänzt dich dein Geschäftspartner. Bevor du dich für eine gemeinsame Gründung entscheidest, solltest du außerdem folgende Punkte bedenken:

  • Sei dir im Klaren darüber, wie viele Geschäftspartner:innen du für dein Start-up benötigst.
  • Prüfe, welche Skills dein potenzieller Co-Founder mitbringt, ob er deine Vision teilt und welche Ziele er verfolgt.
  • Stimmt die Chemie zwischen euch?
  • Kläre wichtige Punkte und Themen wie Arbeitsaufteilung, Verantwortungsbereiche, Zuständigkeiten, Befugnisse, Gewinnbeteiligung und Exitstrategien. Haltet dies schriftlich fest.

Mit einem Co-Founder suchst du keine/n Angestellte/n. Als Gründerteam habt ihr eine gemeinsame Vision und teilt die Verantwortung. Neben den operativen Aufgaben und jeweiligen Verantwortlichkeiten sollten Drive und Leidenschaft für die angestrebten Ziele langfristig im Blick behalten werden. Haltet euch gegenseitig regelmäßig auf dem Laufenden. Setzt euch beispielsweise einmal im Monat zusammen und tauscht euch aus. Habt ihr noch dieselbe Vorstellung? Wie könnt ihr eure Zusammenarbeit optimieren, um die Unternehmensziele zu erreichen? Nur mit einem starken und funktionierenden Gründer:innen-Team kann euer Start-up erfolgreich werden.

Sind mehrere Gründer:innen beteiligt, kann unter Umständen ein größerer Abstimmungsaufwand erforderlich sein, bis bei einigen Themen ein Konsens erreicht ist. Dafür können sich Co-Founder gegenseitig ergänzen und auch bei der Suche nach möglichen Investoren haben Teams gegenüber Solo-Gründern meist die Nase vorn.

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